Doppelklicken zum Editieren
Antippen zum bearbeiten
© Britta Rook

Stift Börstel

Berge, Niedersachsen

Die 1244 von den Grafen von Oldenburg gründete Zisterzienserinnenabtei wurde um 1250 nach Börstel verlegt.
Aus dieser Zeit stammen die frühgotische Kirche und der Ostflügel. Der erneuerte Westflügel mit Kapitelsaal, Schlafsaal, Kreuzgang, Sakristei und Wärmestube konnte 1512 fertiggestellt werden. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurden der Nordflügel mit den anliegenden Gebäuden zerstört. In dieser Zeit wandelte die zisterziensische Frauengemeinschaft ihr Kloster in ein Freiweltliches Stift um. Im Westfälischen Frieden (1648) legten die Verhandlungspartner die zehn Kapitelplätze fest, acht für evangelische Frauen, zwei für katholische. Der somit ältesten, ununterbrochenen mehrkonfessionell besetzten geistlichen Gemeinschaft ist die ökumenische Ausrichtung seiner Stundengebete und Wortgottesfeiern sehr wichtig.

Stift Börstel ist heute noch ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb, mitten im Wald gelegen, nach zisterziensischer Art eine Fußstunde vom nächsten Ort entfernt. Tagungsstätte und Gästehäuser bieten die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und den Alltag hinter sich zu lassen. Meditative und schöpfungsspirituelle Angebote vertiefen das Abschalten, seelsorgerliche Gespräche und geistlich Begleitung werden vom Kapitel angeboten. Doch auch in einem ganz normalen Urlaub lässt die Besonderheit dieses Ortes spüren.

Jedes Kapitel eines Freiweltlichen Stiftes hat in den Jahrhunderten die je eigene Art der Verbindung von geistlichen Leben und weltlicher Tätigkeit entwickelt. Kloster auf Zeit, Ora et Labora Aufenthalte oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bieten die Möglichkeit, unsere Art zu leben kennen zu lernen.

Führungen eröffnen Einblicke in die Kloster- und Stiftsgeschichte, Spaziergänge im Stiftsforst schenken Ruhe und Ausgleich.