© Karin Goldbach, Lemgo

Schloss Willebadessen

Willebadessen

Schloss Willebadessen, ehemaliges Benediktinnerinnen Kloster von 1149. Die heute weitgehend barocke Abtei mit Kreuzgang und barockisierter Klosterkirche, sowie dem Konvents- und Wirtschaftsgebäuden war dreiseitig mit einem Wassergraben und einer doppelten Immunitätsmauer umgrenzt. Innerhalb der Mauern waren Gärten wie der heute noch erhaltene Äbtissinengarten oder der westlich gelegene Rosengarten. Die Abtei ist nach dem Idealplan des benediktinischen Klosters konzipiert. Die Klosterkirche und der Ostflügel der Abtei mit dem Kapitelsaal sind ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert. Der Südflügel wurde im Zuge des Umbaus zur dreiflügeligen Schlossanlage 1873 abgerissen. Die Kirche war ursprünglich eine kreuzförmige, dreischiffige Pfeilerbasilika. Sie wurde über die Jahrhunderte mehrfach umgestaltet.

Insgesamt sehen wir die heutige Anlage im Zustand der Zeit des 18. Jahrhunderts. Nach Teilabriss der alten romanischen Gebäudesubstanz wurde um 1700 mit der Neuerrichtung des Kreuzgangs begonnen. Der Westflügel des Konventgebäudes wurde bis 1713 umgebaut. Das Äbtissinenhaus wurde 1744 errichtet. Die Schmiede von 1688, heute Haus des Gastes und die Ackerscheune von 1738, heute Seminargebäude, der Ackerstall von 1699, das Torhaus von 1800, der Torbogen im Süden von 1737 und die nahezu vollständig erhaltene Maueranlage komplettieren die Anlage.

Die Schlossanlage mit den ehemaligen Klostergebäuden ist Ortsbild prägendes Zentrum des Luftkurortes Willebadessen im Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge.

Die Anlage zählt heute zu den schönsten Klosteranlagen im Kreis Höxter und ist mit dem umgebenden sieben Hektar großen Landschaftspark mit Teichanlagen aus der Klosterzeit Teil der Klosterregion Paderborn/Höxter.