© Kulturstiftung Marienmünster

Abtei Marienmünster

Marienmünster

Umgeben von herrlichen Wäldern und Feldern liegt das Benediktinerkloster Marienmünster. Es wurde im Jahre 1128 von den Schwalenberger Grafen Widukind I. und seiner Gattin Luttrudis gestiftet. Der Weihetag ist der 15. August, das Fest Mariä Himmelfahrt. Die ersten zwölf Mönche dieses Klosters am Fuß der alten Schwalenberger Burg kamen aus Corvey. Während der Blütezeit des Klosters im 12. und 13. Jahrhundert wurde die Abtei das religiöse und kulturelle Zentrum der Region Oberwald. Die Mönche schlossen sich im 15. Jahrhundert der Reformbewegung von Bursfelde an, die zu einer strengen Befolgung der Regel des heiligen Benedikt führte. Der Dreißigjährige Krieg brachte viel Leid und Verwüstung über das ganze Land. Das Kloster wurde zerstört und geplündert. Die Mönche begannen ab 1648 schnell mit dem Wiederaufbau des Marienmünsters im neuen, barocken Stil. Schlussstein war der neuen Chorraum und die prachtvolle Orgel von Johann Patroclus Möller (1736).

Die staatlich verordnete Auflösung Anfang des 19. Jahrhunderts hat auch dem monastischen Leben in Marienmünster ein jähes Ende gebracht. Zum 31. März 1803 mussten alle Benediktiner das Kloster verlassen. Preussische Beamte verpachteten Haus und Hof und veräußerten viele wertvolle Gegenstände. Die Kirche und der angrenzende nordöstliche Klosterflügel wurden der katholischen Kirchengemeinde überlassen, die ehemaligen Klostergüter wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts an eine evangelische und eine katholische Familie verkauft.

Bis heute bewirtschaften Nachfahren dieser Familien große Teile des ehemaligen Klosterbesitzes. Die Derenthal’sche Stiftung hat einen Teil der Wirtschaftsgebäude in den letzten Jahrzehnten mit Hilfe der Landesregierung, der Deutschen Stiftung Denkmalpflege und privater Förderer zu einem modernen Veranstaltungszentrum mit musikalischem Schwerpunkt ausgebaut. Heute bewirtschaftet die Kulturstiftung diese Begegnungsstätte,

das Forum und den ehemaligen Klostergarten. Der Ort heißt Besucher, wie damals, willkommen.